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Historie · Bebertal

Geschichte
in vielen Schichten.

Vom mittelalterlichen Burgberg über die Zeit der Familie von Veltheim bis zur heutigen Nutzung: Die Veltheimsburg ist ein Ort, dessen Geschichte sich über viele Jahrhunderte erstreckt.

Historische Ansichtskarte der Veltheimsburg bei Alvensleben

Der Burgberg

Drei Anlagen. Eine überdauerte.

Von den drei mittelalterlichen Burgen hat nur die spätere Veltheimsburg die Zeiten überdauert. Unter dem heutigen Park wird ein Netz aus Gängen und Kammern vermutet; belegt ist diese Überlieferung bislang nicht.

Ein Weg durch die Jahrhunderte

Die wichtigsten Stationen.

01
Mittelalter

Drei Burgen auf einem Bergsporn

Der Felsvorsprung über dem Tal der Beber trug zeitweise drei Burganlagen: die Bischofsburg, die Markgrafenburg – aus der später die Veltheimsburg hervorging – und die Ritterburg, auch Musikenburg genannt. Die Halberstädter Besitzung wird 1180 erstmals urkundlich erwähnt; die Anlage dürfte jedoch älter gewesen sein. Viele Einzelheiten bleiben mangels überlieferter Dokumente ungeklärt.

02
1180–17. Jahrhundert

Die Bischofsburg

Die erste Burg war Sitz der Halberstädter Bischöfe. 1257 gelangte sie an das Erzbistum Magdeburg, 1259 als Lehen an die Markgrafen von Brandenburg. Nach wechselnden Nutzern und fortschreitendem Verfall kam sie 1534 an die Familie von Alvensleben und 1598 an das Magdeburger Domkapitel. Nach der Verlegung von Wirtschaftsbetrieb und Amtssitz ins Tal verlor die Burg ihre Funktion. Erhalten blieb vor allem der Burgturm.

03
Vor 1245–1910

Von der Markgrafenburg zur Veltheimsburg

Unmittelbar neben der Bischofsburg entstand vor 1245 eine weitere Anlage. 1439 erhielt die Familie von Veltheim die Markgrafenburg als erzbischöfliches Lehen. Im 18. Jahrhundert kamen ein Herrenhaus und Wirtschaftsgebäude hinzu. 1837 ließ August Wilhelm von Veltheim auf dem Gelände der verfallenden Burg einen Landschaftspark anlegen. Auf alten Fundamenten entstand 1882 und 1910 das heutige neugotische Ensemble mit Eingangsportal, Treppentürmen, Bogengängen und Ziergiebeln.

04
Seit 1945

Neue Nutzungen, neuer Anfang

1945 wurde die Familie von Veltheim enteignet. In der DDR dienten die Gebäude unter anderem als Kinderheim und Schule. Nach 1990 übernahm die Treuhandanstalt das Areal; der spätere Eigentümer Hans-Dieter Neddermeyer begann umfangreiche Renovierungen. Die neugotische Burg beherbergte unter anderem das Standesamt, die Heimatstube und gastronomische Einrichtungen. 2015 erwarb Holger Schwarz das gesamte Areal.

Überlieferung

Die Musikenburg.

Die dritte Anlage soll Anfang des 13. Jahrhunderts von Gebhard I. von Alvensleben errichtet worden sein. Ihr genauer Standort ist heute nicht bekannt. Den Namen „Musikenburg“ trägt sie nach der Überlieferung, weil dort ausgiebig gefeiert worden sein soll und Musik weit über den Burgberg zu hören gewesen sei.

Historisches Bildarchiv

Ansichten aus vergangenen Zeiten.

Historische Darstellung des Burgbergs mit Parkanlage
Historische Farbaufnahme des Eingangsportals der Veltheimsburg
Historische Ansichtskarte aus Alvensleben mit mehreren Ortsansichten
Historische Zeichnung der Veltheimsburg mit Bogengang
Historischer Zeitungsausschnitt zur Veltheimsburg
Veltheimsburg im verschneiten Winter
Historische Grußkarte aus Alvensleben
Historische Ansichten aus Bebertal
Historische Sepiaaufnahme der Veltheimsburg

Diese Darstellung wurde aus der bisherigen Geschichtsseite der Veltheimsburg redaktionell gekürzt und sprachlich überarbeitet. Unsichere Überlieferungen sind ausdrücklich als solche gekennzeichnet.

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